Dunkler Himmel mit vielen Wolken
Ratgeber

Sturmwarnung: So überstehen Raffstoren, Rollladen und Textilscreens den Sturm unbeschadet

08.07.2021

Sturm, Hagel, Regen und Starkwind – Wetterextreme sind vor allem zwischen Frühjahr und Herbst hierzulande keine Seltenheit. Wer in Gebirgs- und Küstennähe wohnt, den trifft das Los noch häufiger und oftmals auch stärker. Durch Sturm und starke Windkräfte können Sonnenschutzsysteme wie Raffstoren, Rollladen und Textilscreens Schaden nehmen. Wie Sie das vermeiden, verraten wir Ihnen in diesem Beitrag.

Sturmwarnung: Rollladen lieber runterlassen oder hochziehen?

Ein Unwetter zieht auf, sollte der Rollladen nun geschlossen oder doch lieber eingefahren werden? Wie man sich im Falle eines aufziehenden Sturmes richtig verhält, dafür hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe einige Ratschläge und Empfehlungen zur Hand, darunter auch der nachfolgende Absatz: „Schließen Sie im Inneren des Gebäudes Fenster und Türen sowie Rollläden und Fensterläden.“

Ein Außenrollladen bzw. dessen Rollladenpanzer sollte bei einem sehr hohen und starken Windaufkommen dem BBK zufolge ganz heruntergelassen werden. Für ein Höchstmaß an Stabilität muss zudem darauf geachtet werden, dass der Behang wirklich ganz geschlossen ist, also auch keine Lüftungsschlitze mehr zu sehen sind.

Stehen Bäume in unmittelbarer Nähe zum Fenster, kann ein geschlossener Rollladen die Glasscheibe dann etwa vor herumwirbelnden, kleineren Ästen schützen. Im Einzelfall sind diese Empfehlungen jedoch immer zu überprüfen, da sie aufgrund der jeweiligen besonderen Gegebenheiten abweichen können. 

Alternativ können Sie die Rollladen bei Sturmwarnung aber auch einfahren. So empfiehlt der Verband Privater Bauherren e.V. (VBP) sowie einige Versicherungen beispielsweise, den Rollladen entweder komplett herunterzufahren oder komplett einzufahren. Nur den Rollladen „auf Halbmast“ – ihn sollte Sie definitiv vermeiden, denn gelangt Starkwind hinter den Rollladen, kann er diesen sogar aus den Führungsschienen reißen.

Sturmwarnung Raffstoren: besser ein- oder ausfahren? 

Obwohl Raffstoren durchaus windbeständig sind und über eine hohe Stabilität und Festigkeit verfügen, raten wir bei Sturm und Unwetter unbedingt zum vollständigen Einfahren. 

Die Windstabilität eines Aufsatz- oder Vorbauraffstores ist von verschiedenen Faktoren abhängig: zum einen von der Breite des Elements bzw. der abzudeckenden Fensterfläche, zum anderen von den Führungsschienen sowie der Lamellenform bzw. der Beschaffenheit der Lamellen. 

Die von dem Hersteller vorgegebenen Windgrenzwerte sollten Sie bei einer Sturmwarnung deshalb in jedem Falle beachten und den Raffstore entsprechend nach oben fahren.

Sturmwarnung Textilscreen: Bei Sturm besser geschlossen oder offenhalten?

Auch Textilscreens sind für ihre sehr gute Windstabilität bekannt. Auch hier sollten Sie stets auf die Angaben des Herstellers zu den jeweiligen, maximalen Windstärken beachten. Da es sich beim Behang um textile Gewebe bzw. Mischgewebe handelt, sollte ein Textilscreen bei Sturm und Unwetterwarnungen stets in den Kasten eingefahren werden. Herumfliegende kleine Äste und Zweige sowie Hagelkörner können das Gewebe beschädigen. 

Sonnenschutzsysteme mit Insektenschutzgitter – bei Sturm einfahren?

Ein Insektenschutzgitter ist eine sinnvolle Zusatzausstattung für Ihr Sonnenschutzsystem. Vor allem in den heißen Sommermonaten zahlt es sich aus. Doch auch in dieser Jahreszeit sind Sie nicht vor Unwetter mit Starregen und hohem Windaufkommen gefeit. Wie verhält es sich da mit dem Schutz? Sollten Insektenschutz-Rollos und -Raffstoren hochgefahren werden? Die Antwortet lautet: „Ja“. 

Zwar ist das luftdurchlässige Gewebe windstabil, bei Sturmwarnung können die 60 km/h jedoch leicht überschritten werden. Auch herumfliegende Gegenstände könnten das Insektenschutzgitter beschädigen. Deshalb lieber nach oben fahren und sicher im Kasten verstauen. 

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Sturmwarnung: Wenn Wind und Starkregen die Türen durchdrücken
Ein Sturm kommt selten allein. Regen und Starkwind können in Kombination dazu führen, dass das Wasser zum Beispiel unter Balkontüren durchgedrückt bzw. gepresst wird.  Deshalb sollte man nach einem Sturm unbedingt auch Balkontüren öffnen und überprüfen, wo sich eventuell Wasser angesammelt hat. 

Sturm Einfamilienhaus

Windsensoren und Windwächter – mehr Sicherheit für Ihr Sonnenschutzsystem  

Zusatzausstattungen wie Windsensoren bzw. sogenannte „Windwächter“ sind eine sinnvolle Ergänzung für Ihr Sonnenschutzsystem. Ihre Sensorautomatik reagiert empfindlich auf Windstärken. Das bedeutet, wird ein bestimmter Windgrenzwert erreicht, setzt sich der Sonnenschutz automatisch in Bewegung und fährt nach oben bzw. unten. 

Sturmwarnung & regionale Unterschiede:

Welcher Sonnenschutz eignet sich für windexponierte Gebäudelagen?Wenn Sie in einer Region leben, in der ein hohes Windaufkommen herrscht – etwa in Küsten- oder Gebirgsnähe – sollten Sie sich vorab von einem Fachpartner in Ihrer Nähe beraten lassen. Er empfiehlt Ihnen gerne den passenden Sonnenschutz für Ihr Gebäude und berät Sie umfassend über Vor- und Nachteile der verschiedenen Systeme. 

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