Markise
Markise: Textiler Sonnen- und Blendschutz
Markisen sind eine beliebte Sonnenschutzlösung für Eigenheime, private Wohnungen, Bürogebäude und Ladeneingänge. In der Regel bieten Markisen schrägen Schutz von oben vor der Sonne und sorgen so für effektiven Blendschutz im Sommer. Besonders für die Beschattung in Außenbereichen wie dem Balkon oder der Terrasse sind Markisen deshalb eine praktische Lösung. Neben senkrechten Systemen wie Rollladen und Raffstoren gehören sie zu den beliebtesten Maßnahmen für mehr Wohnkomfort und Blendschutz.
Erfahre Sie, welche verschiedenen Markisenarten es gibt, für welche Einsatzbereiche sie geeignet sind und welche Vorteile textiler Sonnenschutz bietet.
Markisen: Das Wichtigste in Kürze
Markisen sind ausfahrbare textile Sonnenschutzsysteme für Terrasse, Balkon, Wintergarten und Ladeneingänge.
Schräg verlaufende Markisen wie Gelenkarm-, Korb- oder Fallarmmarkisen schützen vor Sonne, Regen und Hitze.
Senkrechtmarkisen dienen als seitlichen Sonnen- und Sichtschutz.
Elektrische Markisen mit Solarantrieb bieten hohen Bedienkomfort und Energieeffizienz.
Nachrüstung: Markisen lassen sich meist ohne größere bauliche Eingriffe montieren – für private und gewerbliche Zwecke.
Was ist eine Markise?
Als Markise bezeichnet man ein aufroll- und ausfahrbares Sonnendach, das als Sonnen-, Sicht-, Regen- und Blendschutz dient. Der Behang des Sonnenschutzes ist in der Regel textil und lässt sich für viele Modelle individuell gestalten. Deshalb sind Markisen nicht nur für private Zwecke beliebt: Vor Ladeneingängen bieten sie angenehme Verschattung und lassen sich wahlweise auch als Werbefläche nutzen.
Die meisten Markisen verlaufen leicht angewinkelt in Richtung Boden. So schützen sie ideal vor der hochstehenden Sonne zur Mittagszeit. Markisen für Balkon und Terrasse schaffen angenehme Temperaturen in privaten Außenbereichen, während Markisen vor Ladeneingängen das Aufheizen des Eingangs und der Ladenfläche hinter der Verglasung stoppen, ohne die Sicht auf das Schaufenster einzuschränken.
Welche Vorteile bieten Markisen?
Markisen lassen sich in der Regel flexibel nachrüsten und in vielen Fällen ohne größere bauliche Eingriffe montieren. Zudem sind Markisen zum Sonnenschutz für zahlreiche Einsatzbereiche geeignet – von der privaten Anwendung an Balkon oder Terrasse bis zur gewerblichen Nutzung.
Weitere Vorteile sind je nach Konstruktion:
Individuelle Gestaltungsmöglichkeiten des textilen Behangs
Windstabiler und regensicherer Schutz
Funktionsstarker Blend-, Hitze- und Sichtschutz
Bewegbarer Behang für individuelle Einstellung der Beschattung
Nachteile von Markisen
Da herkömmliche Markisen schräg und nicht parallel zum Fenster verlaufen, decken sie die Glasfläche nie vollständig ab. Je nach Sonnenstand kann das natürliche Tageslicht weiterhin ungehindert in den Raum dringen und dort zu störenden Blendungen und unangenehm warmen Raumtemperaturen führen. Mit modernen Senkrechtmarkisen, die parallel und ganzflächig vor dem Fenster schließen, ist dies nicht der Fall. Die Sonnenstrahlen werden überall abgefangen und gelangen je nach Transparenz des Gewebes gar nicht oder nur abgeschwächt in den Wohnraum.
Zudem bieten Senkrechtmarkisen mehr Möglichkeiten zur Automatisierung und Optimierung des Wohnkomforts: mittels elektrischer Steuerung, Smart Home-Anbindung und Solarantrieb für mehr Energieeffizienz.
Markisenarten im Überblick
Je nach Konstruktion unterscheidet man in verschiedene Markisensysteme, wie etwa Gelenkarmmarkisen, Korbmarkisen, Fallarmmarkisen oder Klemmmarkisen. Neben diesen schräg verlaufenden Systemen gibt es zudem noch sogenannte Senkrechtmarkisen, die parallel zum Fenster verlaufen. Je nach Einsatzbereich und individuellen Bedürfnisse an Design, Sonnenschutz und Steuerung kommen verschiedenen Markisensysteme in Frage.
Gelenkarmmarkisen
Gelenkarmmarkisen sind ein beliebtes Blend- und Sonnenschutzsystem im privaten und gewerblichen Bereich. Besonders für große Terrassen und Balkone sind diese Markisen ideal geeignet. Über einen Gelenkarm lassen sich die Markisen ein- und ausfahren, sodass sich die Länge des Sonnenschutzes variabel einstellen lässt. Da Gelenkarmmarkisen hauptsächlich als Sonnen- und Wärmeschutz konzipiert sind, sollten sie trotz ihrer stabilen Grundkonstruktion aus Aluminium bei starkem Regen und Wind sicherheitshalber eingefahren werden. So ist sichergestellt, dass der Behang nicht beschädigt wird.
Korbmarkise
Die klassischen Markisen vor Ladeneingängen sind Korbmarkisen. Die einfache Konstruktion besteht in der Regel aus einem halbkreisförmig gebogenen oder dreieckigen Gestell, das feststehend oder einklappbar und mit einem Markisentuch bespannt ist. Aufgrund ihrer gebogenen Form sind Korbmarkisen ideal als Regenschutz geeignet und halten hohe Windlasten aus.
Fallarmmarkise
Fallarmmarkisen sind ideal für Fenster und kleine Balkone. Die Konstruktion besteht aus Stützarmen und einem Gestell, die einen Ausfallwinkel von bis zu 135 Grad ermöglichen. Durch die flexible Einstellung des Ausfallwinkels lässt sich die Beschattung individuell anpassen, ohne die Sicht nach außen vollständig zu versperren.
Klemmmarkisen
Klemmmarkisen sind eine beliebte Lösung für Balkone und Mietwohnungen. Der Sonnenschutz lässt sich ohne größere bauliche Eingriffe montieren und bietet zugleich angenehme Beschattung auf dem Balkon. Über zwei Spannstangen, die zwischen die Balkontür oder das Fenster geklemmt werden, wird der Behang stabil in Position gehalten.
Senkrechtmarkisen: Sonnenschutz für Wintergarten, Balkon und Terrasse
Bei der Senkrechtmarkise, auch Vertikalmarkise oder Textilscreen genannt, handelt es sich um eine Sonderform der Markise. Wie ihr Name bereits verrät, verläuft sie anders als eine herkömmliche Markise senkrecht und bietet so optimalen Sonnen- und Blendschutz. Wie Rollladen oder Raffstoren lassen sich Senkrechtmarkisen außen vor dem Fenster montieren, um Räume vor unerwünschten Blicken und Hitze zu schützen. Zudem lassen sie auch an der Balkonbrüstung oder Terrassenüberdachung anbringen, sodass die Markisen auch im Freien seitlichen Sonnenschutz bieten.
Durch die stabile Fassung des Gewebes ist der Sonnenschutz zudem sehr windstabil und hält Böen von bis zu 120 km/h stand. Eine weitere Besonderheit ist die Beschaffenheit des textilen Behangs: moderne Senkrechtmarkisen lassen sich mit verschiedenen Gewebearten ausstatten, die über eine unterschiedlich starke Abdunkelung verfügen. Blickdichte Gewebe sind beispielsweise ideal für Schlafräume, während Markisen auf der Terrasse, dem Balkon oder im Wintergarten von einer höheren Transparenz profitieren – für angenehme Lichtverhältnisse und Durchsicht ins Freie.
Vorteile von Senkrechtmarkisen im Überblick
Hochwertiges Gewebe mit verschiedenen Öffnungsfaktoren – von transparent bis blickdicht
Individuelle Designmöglichkeiten und dezente Optik
Windstabil bis 120 km/h
Verschattung von großen Fensterflächen und Wohnbereichen im Freien
Effektiver Hitzeschutz im Sommer
Wetterbeständiger Schutz – auch bei Hagel und starkem Regen
Barrierefreie Steuerung durch Smart Home-Anbindung
Elektrische Markisen mit Motor- und Solarantrieb
Auf Wunsch lassen sich moderne Senkrechtmarkisen mit einem elektronischen Motor ausstatten. Die aufwendige Bedienung über eine Kurbel entfällt und ist ganz leicht per Knopfdruck möglich. Elektrische Markisen lassen sich wahlweise auch in ein Smart Home-System integrieren und per App oder Sprachsteuerung bedienen.
Besonders energieeffizient sind Senkrechtmarkisen mit Solarantrieb. Ein kleines Solarpanel, meist am Kasten der Markise angebracht, versorgt den Motor mit Strom und macht so einen zusätzlichen Stromanschluss überflüssig. Das erleichtert insbesondere die Nachrüstung im Bestand erheblich, da keine Kabel verlegt werden müssen.
Sie möchten elektrische Markisen für mehr Wohn- und Bedienkomfort nutzen? Dann lassen Sie sich persönlich von einem Fachhändler in Ihrer Nähe beraten.